Ratgeber: Die beste Heizung für Ihr Zuhause

Eine neue Heizung ist eine langfristige und kostenintensive Anschaffung. Denn nicht nur die einmaligen Investitionskosten, sondern auch die laufenden Kosten sind vor dem Kauf zu berücksichtigen. Dabei heizen viele Haushalte derzeit noch mit Öl oder Gas. Heizungsanlagen, die nicht auf fossilen Brennstoffen beruhen und dadurch mit geringeren CO2-Emissionen punkten, werden durch interessante Förderungen bezuschusst. Damit stellt sich die Frage, welche Heizung die richtige Wahl ist.

Inhaltsverzeichnis

Welche Heizung ist die beste? | Neubau oder Altbau | FAQ | Fazit

Welche Heizung ist die beste?

Die Frage ist nicht ganz einfach zu beantworten, da die Antwort von vielen verschiedenen Faktoren abhängt. Die folgende Tabelle ist eine beispielhafte Auflistung der größten Unterschiede. Sie zeigt die gängigsten Heizungsarten und gibt neben den Vor- und Nachteilen auch einen Überblick über die anfallenden Kosten wie zum Beispiel den Preis pro Kilowattstunde (kWh).

Heizungsart
Was gilt es zu beachten?
Vorteile
Nachteile
Kosten
Heizöl- Anbindung an Gasnetz notwendig

- Tank als Voraussetzung zum Heizen mit Flüssiggas

- Ausnahme: Gasheizgerät und Terrassenheizstrahler
- Weniger CO2-Ausstoß im Vergleich zu Öl
- Kostengünstig und platzsparend

-Förderungen in Kombination mit erneuerbaren Energien verfügbar
- Zusätzliche Kosten durch Gasanschluss
- Fossiler Brennstoff
- Im Neubau mit erneuerbaren Energien zu kombinieren
- Laufende Kosten vom wechselnden Rohstoffpreis abhängig
- Anschaffungskosten: 6.000 – 10.000 Euro
- Preis pro kWh: 6 – 7 Cent
- Heizkosten pro Jahr:
1.000 – 1.500 Euro
- Betriebskosten: 250 Euro
Erdgas- Verschiedene Modellen verfügbar: Infrarotheizkörper oder Elektroheizgeräte
- CO2-Ausstoß fällt niedriger aus, wenn Strom über hauseigene Fotovoltaikanlage produziert wird
- Maximale Flexibilität und Unabhängigkeit
- Heizung auch bei wenig Platz und seltener Nutzung
- Auch für Gartenhaus möglich
- Geringe Anschaffungskosten
- Höchster Verbrauch und laufende Kosten – gerade bei hohem Wärmebedarf
- Betriebskosten abhängig vom Strompreis
- Keine Förderungen möglich
- Anschaffungskosten: ab 1.000 Euro
- Preis pro kWh: 32 Cent
- Heizkosten pro Jahr: bis zu 11.000 Euro im Altbau
- Betriebskosten: 0 Euro
Strom- Verschiedenen Modellen verfügbar: Infrarotheizkörper oder Elektroheizgeräte
- CO2-Ausstoß fällt niedriger aus, wenn Strom über hauseigene Fotovoltaikanlage produziert wird
- Maximale Flexibilität und Unabhängigkeit
- Heizung auch bei wenig Platz und seltener Nutzung
- Auch für Gartenhaus möglich
- Geringe Anschaffungskosten
- Höchster Verbrauch und laufende Kosten – gerade bei hohem Wärmebedarf
- Betriebskosten abhängig vom Strompreis
- Keine Förderungen möglich
- Anschaffungskosten: ab 1.000 Euro
- Preis pro kWh: 32 Cent
- Heizkosten pro Jahr: bis zu 11.000 Euro im Altbau
- Betriebskosten: 0 Euro
Holz- Verschiedene Varianten von Holzpellets bis zum Kamin
- Bei Umstieg von Öl auf Holz ist Tankraum als Lagerplatz möglich
- Beim Aufstellen sind Vorschriften zu Mindestabständen einzuhalten
- CO2-neutrales Heizen auf Basis nachwachsender Rohstoffe
- Förderungen möglich
- Hohe Anschaffungskosten
- Vermehrte Freisetzung von Feinstaub
- Hoher Platzbedarf zur Lagerung der Pellets, Holzscheite oder Hackschnitzel

- Anschaffungskosten: ab 8.000 Euro
- Preis pro kWh: 5 Cent
- Heizkosten pro Jahr: 1.000 Euro
- Betriebskosten: 400 Euro
Solarenergie- Machbarkeit von Ausrichtung und Beschaffenheit des Daches abhängig
- Muss mit anderer Heizart kombiniert werden
- Besonders umweltfreundlich
- Förderung möglich
- Langfristig sinnvolle Investition
- Ausschließlich als zusätzliches Heizungssystem nutzbar
- Nur bei passendem Dach möglich
- Anschaffungskosten: 4.000 – 10.000 Euro
- Preis pro kWh: 0 Cent
- Heizkosten pro Jahr: 0 Euro
- Betriebskosten: 50 – 100 Euro

Wärmepumpe- Muss mit Strom betrieben werden – achten Sie auf möglichen Wärmepumpentarif
- Ideal in Kombination mit Solaranlage
- Unterschiedliche Varianten: Luft-Wasser-Wärmepumpe oder Erdwärmepumpe (Erdwärmebohrung notwendig)
- Geringe CO2-Emissionen
- Geringe Betriebskosten
- Lukrative Fördersummen
- Benötigt keinen Lagerraum
- Hohe Anschaffungskosten
- Zusätzlich anfallende Stromkosten
- Anschaffungskosten: 12.000 – 30.000 Euro
- Preis pro kWh: 21 – 22 Cent
- Heizkosten pro Jahr: 1.200 Euro
- Betriebskosten: 50 – 150 Euro
Blockheizkraftwerk (BHKW)- Erzeugt Strom und Wärme zugleich (Kraft-Wärme-Kopplung)
- Meist gasbetrieben
- Für große Gebäude oder bei hohem Wärmebedarf empfehlenswert
- Besonders ökologisch
- Einspeisevergütung möglich
- Investitionszuschuss verfügbar
- Höhere Kosten bei Anschaffung im Vergleich zu anderen gängigen Heizungsarten
- Bei kleinen Haushalten nicht wirtschaftlich
- Anschaffungskosten: 15.000 – 40.000 Euro
- Preis pro kWh: abhängig vom Brennstoff: 2 – 6 Cent
- Betriebskosten: 400 – 1.000 Euro

Sonderfälle: Wärmepumpe, Fernwärme- und Pelletheizung

Alle drei Heizungsarten sind mehr und mehr gefragt und bieten sich unter verschiedenen Voraussetzungen an. Denn viele Eigenheime, insbesondere im ländlichen Raum, suchen nach einer modernen und ökologischen Alternative zur Öl-Heizung. Bei der Wärmepumpe und Pelletheizung ist Ihnen die Entscheidung selbst überlassen. Beide bieten sich idealerweise in Kombination mit einer Solaranlage an. Darüber hinaus hilft Ihnen die obige Tabelle bei der Entscheidung weiter, ob eine der zwei Heizungsarten für Sie interessant ist. Für den Bezug von Fernwärme müssen Sie an das entsprechende Netz angeschlossen sein. Die Fernwärme wird in Kraftwerken in der Nähe von Ballungsräumen produziert und über ein Verteilernetz an die einzelnen Haushalte im Umkreis weitergeleitet. Oft gibt es hier keine Wahlmöglichkeit. Denn ist die Fernwärme für einen Haushalt verfügbar, besteht normalerweise Anschlusszwang.

Vorteile:

  • Sie sparen sich den Lagerplatz für die Holzpellets und die hohen Anschaffungskosten der Wärmepumpe.
  • Die Bedienung ist simpel und äußerst komfortabel.

Nachteile:

  • Oft lange Vertragslaufzeit
  • Hohe Betriebskosten
  • Bindung an den Anbieter
  • Sofern sich der Wärmeverlust beim Transport in Grenzen hält, dürfen Sie sich jedoch über diese umweltfreundliche Form des Heizens freuen. Daher winken auch lukrative Förderungen, wenn der Fernwärme-Anschluss des Wärmeübertragers ansteht.

Heizungsvergleich: Neubau vs. Altbau

Die Heizung im Altbau unterscheidet sich in der Regel vom Heizungssystem im Neubau. Die meisten Altbauten entsprechen oft nicht mehr den aktuellen Standards: Hier treffen fossile Brennstoffe und eine schlechte Wärmedämmung nicht selten aufeinander. Die Energieeffizienz ist im Altbau meist nicht optimal. Wollen Sie eine neue Heizung kaufen, ist in Form eines individuellen Sanierungsfahrplans festzuhalten, welche Änderungen vorgenommen werden müssen.

Für Neubauten gilt beim Thema „Richtig Heizen“: Informieren Sie sich über die aktuelle Gesetzeslage. Erkundigen Sie sich auch, welche lokalen Förderungen bei der Wahl Ihrer Heizung anfallen.

FAQ: Welche Heizung ist die richtige für mich?

Sofern Sie nicht an das Fernwärmenetz angeschlossen sind, haben Sie die Wahl zwischen verschiedenen Heizungsarten. Welche davon die richtige ist, hängt insbesondere vom verfügbaren Platz und Ihrem Energiebedarf ab.

Des Weiteren bestehen gesetzliche Unterschiede zwischen einem Bestandsbau und einem Neubau. Letzterer ist häufig mit einer Fußbodenheizung ausgestattet, für die sich Wärmepumpen hervorragend eignen. Bei Bestandsbauten bietet es sich an, die Heizung umweltfreundlich nachzurüsten.

Nicht immer sind Bestandsbauten mit einer Zentralheizung ausgestattet. In dem Fall bietet es sich an, die Elektroheizung durch Alternativen auszutauschen. Welche davon für Sie am besten ist, hängt wiederum vom Alter des Gebäudes ab, dem vorhandenen Platz und dem Heizbedarf.

Langfristig gesehen können Sie mit der richtigen Wahl viel Geld sparen. Die Finanzierung des Umstiegs auf eine Zentralheizung wird meist durch Förderungen erleichtert.

Je ökologischer und umweltfreundlicher Sie heizen, desto besser. Da Gesetze und Steuern das Verbrennen fossiler Brennstoffe nach und nach unattraktiver machen, sind Sie mit umweltbewussten Lösungen gut beraten.

Generell ist die Solaranlage beim Thema Umweltfreundlichkeit nicht zu schlagen. Kein Wunder, dass das Heizen durch Sonnenenergie in immer mehr Haushalten Einzug findet. In Kombination mit einer Pelletheizung oder Wärmepumpe heizen Sie definitiv umweltfreundlich und günstig, was die laufenden Kosten betrifft.

Lassen Sie sich in Hinblick auf die Anschaffungskosten zu möglichen Förderungen beraten. Diese liegen nicht selten bei 30 oder 40 Prozent.

Fazit: Richtig heizen bedeutet sparsam heizen

Bei der Frage „Wie heize ich richtig?“ kommt es nicht nur auf die Heizungsart an. Auch Ihr Verbrauch spielt eine wichtige Rolle. Passen Sie also Ihr Verhalten an und vermeiden Sie es, Ihre Heizkörper zu verdecken oder die Fenster gekippt zu lassen. Auf diese Weise können Sie sparsam heizen und tun der Umwelt einen Gefallen. Durch richtiges Heizen werden Sie mit niedrigen Heizkosten belohnt.

Hier gehts weiter zu unserem Sortiment an Heizungen, Heizgeräten und Heizungszubehör.


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